Musikwalzen auf dem Oststadtkreisel Ludwig-Erhardt-Allee / Musikhochschule Schloß Gottesaue Karlsruhe 2008 – 2011
Foto: Michael Kauffmann

Öffentliche Werke

Gemeinsame öffentliche Werke

Nähe und Distanz – ein Künstlerpaar

Die Zusammenarbeit von zwei künstlerisch eigenständigen Personen ist eine Begegnung voll Spannung neben dem eigenen schöpferischen Tun.
In der Entwicklung eines jeweils höchst eigenen Werks, Barbara als Malerin mit plastischen Arbeiten und OMI als Bildhauer zeigt sich das gemeinsame Werk als Symbiose.
Damals: er noch Architekturstudent an der Universität Karlsruhe, sie kurz vor dem Examen an der Kunstakademie Karlsruhe war das sich Kennenlernen gekoppelt mit dem Erforschen der Möglichkeit gemeinsam zu arbeiten.
In der Auseinandersetzung mit Kunst am Bau sah das Paar eine faszinierende Möglichkeit sich kennen zu lernen und Kunst, Architektur und Handwerk miteinander zu verbinden.
Neben über 100 Kunstwettbewerben vor allem im Süddeutschen Raum, erfolgreich mit Preisen und Ausführungen, ergab sich für das Künstlerpaar die Möglichkeit auch in sakralen Räumen kreativ tätig zu sein. Bei diesen Projekten ergänzen kulturgeschichtliche Bezüge die Zusammenarbeit.
Erste Skizzen entstehen bei Arbeitsessen, Diskussionen bei Spaziergängen und mit Auftraggebern, Vertiefen der Gedanken in Modellen bis hin zum Maßstab 1:1, Überlegungen der handwerklichen Ausführungen in verschiedenen Materialien und die Realisierung der Projekte, unser Alltag.

Auswahl gemeinsamer öffentlicher Werke seit 1974

Öffentliche Werke Uni Wandbild

Wandbild sozialwissenschaftliche Bibliothek Universität Konstanz

Bodensee Fantasie

Barbara Jäger OMI Riesterer Gemeinsame öffentliche Werke Wandbild Uni Konstanz

Foto: Thilo Mechau

1974
1. Preis Internationaler Wettbewerb
Raumkonzept Kunst am Bau

1976
Nach der Ölkrise Reduktion der Wettbewerbsaufgabe auf ein Wandbild

Wandbild Fläche
ca. 300 qm

Material
Dispersionfarbe

2017
Restaurierung und künstlerische Ergänzung

Barbara Jäger OMI Riesterer Gemeinsame öffentliche Werke Wandbild Universität Konstanz

Bodensee Fantasielandschaft
Foto: Thilo Mechau

Barbara Jäger OMI Riesterer Gemeinsame öffentliche Werke Wandbild Universität Konstanz

Tempel der Wissenschaft auf dem Gießberg Konstanz
Foto: Thilo Mechau

Infolge der Ölpreiskrise schrumpfte der Auftrag von einem integrierten Raum-Kunst Konzept zu einem Wandbild.

1974 wurden wir vom Preisgericht des internationalen Wettbewerbs Kunst am Bau Universität Konstanz mit dem ersten Preis ausgezeichnet und eingeladen, zusammen mit den Architekten die Raumkonzeption des Cirkuit zu gestalten. Leider kam es nicht dazu, weil durch die Ölpreis Rezession (Sonntagsfahrverbot) die Planungs- und Baumaßnahmen hinausgezögert wurden. Für uns blieb 1976 nur der Auftrag, ein Wandbild zu gestalten.

  • Wandmalerei unter Einbeziehung vorhandener Architekturelemente wie Stützen, Gitterwand, Treppen, hervorstehende Mauerscheibe aus Backsteinen.

Ursprünglicher Kunst am Bau Wettbewerb:
Integration von Raum und Kunst an der Reformuniversität Konstanz

Barbara Jäger OMI Riesterer Gemeinsame öffentliche Werke Kunst am Bau Wettbewerb Universität Konstanz

Der verschiebbare Leporello mit gemalter Fantasielandschaft und verspiegelter Rückseite
Wettbewerbsmodell Raumkonzept 1974

Foto: Thilo Mechau

Barbara Jäger OMI Riesterer Gemeinsame öffentliche Werke Kunst am Bau Wettbewerb Universität Konstanz

Eine Treppe als Sitzmöbel, verschiebbarer Leporello, Türen in gemalte Räume
Wettbewerbsmodell Raumkonzept 1974

Foto: Thilo Mechau

1966 wurde die Universität Konstanz als Reformuniversität gegründet und bezog 1972 den Campus auf dem Gießberg. Einmalig in der deutschen Geschichte ist die architektonisch konsequente Umsetzung des Reformgedankens, die sich in ungewöhnlicher Raumkonzeption mit Begegnungsräumen und im Verzicht auf damals übliche streng serielle Strukturen für Universitätsneubauten ausdrückt. Die Kunst am Bau bildet von der Planungsphase an einen integralen Bestandteil der Gebäude.

Im Wettbewerb wurden von uns in dem vorgegebenen fiktiven Raummodell drei künstlerische Themen bearbeitet:

  • Die Treppe als Sitzmöbel ohne die Funktion der Verbindung verschiedenen Ebenen.
  • Ein im Raum verschiebbares Leporello erzeugt beim Verschieben neue Räume. Die Wände auf der einen Seite sind mit Fantasielandschaften bemalt und auf der anderen Seite verspiegelt.
  • Türen zum Öffnen oder Schließen, sie öffnen neue gemalte zweidimensionale Räume. Die Bezeichnung auf der Türe und die Darstellung des Bildes meinen nicht immer dasselbe, sie interpretieren die Begriffe.

Öffentliche Werke Albbrücke

OMI Riesterer und Dipl.-Ing. Jürgen Vogeley leiten am Institut für Tragkonstruktionen der Uni Karlsruhe das Team zu Brückenrestaurierung und -umzug

Alte Brücke
Neue Verbindung

Barbara Jäger OMI Riesterer Gemeinsame öffentliche Werke Überdachte Holzbrücke Günther Klotz Anlage Karlsruhe

Überdachte Holzbrücke in der Günther-Klotz-Anlage Karlsruhe
mit Hahnenköpfen von Barbara Jäger
Foto: Frank Dinger

Barbara Jäger OMI Riesterer Gemeinsame öffentliche Werke Überdachte Holzbrücke Günther Klotz Anlage Karlsruhe

Tragstruktur der überdachten Holzbrücke in der Günther-Klotz-Anlage Karlsruhe
Foto: Frank Dinger

1976 übernimmt Prof. Fritz Wenzel, Leiter des Instituts für Tragkonstruktionen an der Uni Karlsruhe, die Versetzung der Brücke als praktisches Lehrstück für Studenten. Assistent Dipl.-Ing. Jürgen Vogeley und OMI Riesterer als gelernter Zimmermann, damals noch Student, leiten das Projekt am Institut.

Barbara Jäger OMI Riesterer Gemeinsame öffentliche Werke Überdachte Holzbrücke Günther Klotz Anlage Karlsruhe

Überdachte Holzbrücke zum Gasthaus „Zur schäumenden Alb“ am ursprünglichen Standort in Bulach
Foto: Horst und Lilo Schlesiger 1973 / Stadtarchiv Karlsruhe

Barbara Jäger OMI Riesterer Gemeinsame öffentliche Werke Überdachte Holzbrücke Günther Klotz Anlage Karlsruhe

Einweihung der restaurierten Brücke am neuen Standort Bootsverleih in der Günther-Klotz-Anlage Karlsruhe (OMI Riesterer am Brückeneingang rechts)
Foto: Horst und Lilo Schlesiger 1976 / Stadtarchiv Karlsruhe

Moninger baut 1905 – nicht uneigennützig – Albbrücke zum brauereieigenen Bulacher Wirtshaus

OMI Riesterer leitet Restaurierung und Umzug der Brücke 1976 als Student und Zimmermann mit.

Mancher, der in der Günther-Klotz-Anlage bei der Seenlandschaft den Bootsanlegeplatz betritt mag sich schon gefragt haben, wo denn die alte hölzerne Brücke herkommt. Dass es sich um eine alte Albbrücke handelt wird zu Recht vermutet, aber wo sie die Alb einst überspannte ist heute nur noch Wenigen bekannt.

Diese Brücke ist ein Stück Alt-Bulacher aber auch Karlsruher Geschichte. Errichtet wurde sie im Jahr 1905 von dem Architekten Hermann Walder im Auftrag der Brauerei Moninger hinter der „Schäumenden Alb“, dem brauereieigenen traditionsreichen Bulacher Wirtshaus. Hauptgrund für die Errichtung der Brücke war, den Menschen aus Karlsruhe den sonntäglichen Ausflug „auf’s Land“ bzw. „ins Grüne“ zu erleichtern, d.h. zu verkürzen. Dahinter stand sicher Eigennutz der Brauerei in Form erwarteter höherer Umsätze bzw. eines höheren Bierausstoßes.

Als 1973 in Karlsruhe-Bulach im Rahmen der Trassierung der Südtangente die Alb verlegt wurde, verlor die Holzbrücke ihren Sinn. Auch das Gasthaus „Zur Schäumenden Alb“ wurde abgerissen. Als „technisches Baudenkmal einer Art, wie man es im Nahbereich von Karlsruhe nicht ein zweites Mal findet“, beurteilte das Landesdenkmalamt Baden-Württemberg damals die einzige überdachte Holzbrücke in Karlsruhe.

Zwei Gründe haben der Stadt Karlsruhe den Entschluss, die Brücke versetzen zu lassen, erheblich erleichtert: Die Zusage des Landesdenkmalamtes, die Bemühungen um die Erhaltung der Brückenkonstruktion finanziell zu unterstützen und das Angebot von Prof. Fritz Wenzel, Leiter des Instituts für Tragekonstruktion der Uni Karlsruhe, heute KIT, die Versetzung der Brücke als praktisches Lehrstück für Studenten zu übernehmen. Unter der Leitung des Assistenten Dipl. Ing. Jürgen Vogeley und des Zimmermanns und damaligen Architekturstudenten OMI Riesterer wurde die Brücke abgebaut und auf dem Werkhof des Gartenbauamtes zwischengelagert. Die Seminargruppe des Instituts analysierte den Bestand und fertigte für die marode Brücke neue Konstruktionspläne. Nach dem Ausbessern der alten und Zurichten der neuen Hölzer entstand die alte Brücke 1976 neu an ihrem heutigen Standort.

Die beiden Hahnenköpfe am First des Brückendachs wurden von Barbara Jäger nach historischer Vorlage als ihr erstes „Kunst am Bau Werk“ in Karlsruhe entworfen und von OMI Riesterer aus Bohlen gefällter Eichen, die der Südtangente weichen mussten, geschnitten. Von den Besuchern der Günther-Klotz-Anlage wird die alte Holzbrücke gerne angenommen und stellt auch innerhalb der Anlage eine Orientierungshilfe dar.

Auszüge aus „Holzbrücke in der Günther-Klotz-Anlage“
Manfred Fellhauer 2016

Öffentliche Werke Symposium

1. Deutsches Holzbildhauersymposium Freiburg 1977

Nachhaltig gerüstet

Barbara Jäger OMI Riesterer Gemeinsame öffentliche Werke Holzbildhauer Symposium Freiburg

Barbara Jäger und OMI Riesterer in Holzkleid und Holzhose
Foto: Thilo Mechau

Barbara Jäger OMI Riesterer Gemeinsame öffentliche Werke Holzbildhauer Symposium Freiburg

Sitzende, Schrank mit Kleid und Hose, Bett
Foto: Thilo Mechau

Im September 1977 waren wir für 4 Wochen von Klaus Humpert, dem Vorsitzenden des Freiburger Kunstvereins, zum ersten deutschen Holzbildhauersymposium im Colombipark und -schlösschen in Freiburg eingeladen.
Wir arbeiten mit Holzschwarten, einer Handsäge und jeder Menge Nägel. Es entstehen ein Bett mit einer riesigen überhängenden Bettdecke, ein Holzkleid für Barbara, eine Holzhose für OMI, ein Kleiderschrank für Kleid und Hose, die Skulptur einer sitzenden Frau im Sessel, eine Straßenlaterne, die beim Abschlussfest abgefackelt wurde, und eine Badehose zu der Künstlerdusche von Alfonso Hüppi.
Aus unseren Resten der Schwartenbretter entstehen Musterbücher zum Verschenken und Tauschen mit den anderen Teilnehmern des Symposions.

Barbara Jäger OMI Riesterer Gemeinsame öffentliche Werke Holzbildhauer Symposium Freiburg

Vor dem Colombischloss Freiburg 1977
Foto: Thilo Mechau

Öffentliche Werke Deckenskulptur

Kinder- und Jugendbücherei Prinz-Max-Palais Karlsruhe

Erzählband

Barbara Jäger OMI Riesterer Gemeinsame öffentliche Werke Deckenskulptur Prinz Max Palais Karlsruhe

Das Band trägt als Wasserwelle ein Schiff um die Ecke, wird zum Rauch der aus dem Schornstein eines Hauses steigt.

Foto: Thilo Mechau

Barbara Jäger OMI Riesterer Gemeinsame öffentliche Werke Deckenskulptur Prinz Max Palais Karlsruhe

Aus der Gießkanne fliesst das Wasser, oder Wissen und Erkenntnis über die Häupter der Kinder und Jugendlichen?

Foto: Thilo Mechau

„Einen außergewöhnlichen Parcours in zwei- und dreidimensionaler Ausführung, gestalteten Barbara Jäger und OMI Riesterer unterhalb der Decke in allen Räumen der Kinder- und Jugendbibliothek im ersten Stockwerk des Prinz-Max-Palais. Ausgehend von einem Regenbogen durchzieht ein Band mit Bildergeschichten den Luftraum über den Buchregalen: Ein illusionistisch auf der Fläche wiedergegebener Fisch mit großem Maul wird abgelöst durch reale Blechkisten, denen ein flacher, bunter Hampelmann entsteigt. Ein in einem Raum plastisch dargestelltes Auto entwickelt sich hinter der nächsten Wand zu seinem plakativen, allerdings farbigen Abbild. Das szenische Verlaufsband wird vervollständigt durch gemalte Früchte und Bauklötze sowie durch ein Boot und eine Gießkanne, die – vielleicht symbolisch – Wissen und Erkenntnis über die Häupter der Kinder und Jugendlichen vergießen soll.“

Karlheinz Bux

Öffentliche Werke Bürgersäule

Bürgersäule Karlsruhe-Oberreut

Bürgersinn in Emaille

Barbara Jäger OMI Riesterer Gemeinsame öffentliche Werke Bürgersäule Karlsruher Oberreut

Bürgersäule im Zentrum „Weiße Rose“ in Karlsruhe-Oberreut
Foto: Thilo Mechau

Barbara Jäger OMI Riesterer Gemeinsame öffentliche Werke Bürgersäule Karlsruher Oberreut

Die Gruppen des Bürgerzentrums sind in zeichenhaften Bildern repräsentiert.
Foto: Thilo Mechau

Im Bürgerzentrum „Weiße Rose“ von Oberreut entsteht als Zeichen der Identifikation der Bewohner mit dem neuen Stadtteil von Karlsruhe die Bürgersäule.
Dieses Stadtzeichen besteht aus einem Turm aus Beton, verkleidet mit emaillierten Stahlplatten, 9 Meter hoch, Durchmesser 1 Meter.
Sie ist bemalt mit farbigen Bildern, die zeichenhaft die Gruppen darstellen, die im Bürgerzentrum ihren Treffpunkt haben wie der Kinderschutzbund, verschiedene Sportvereine, die Musikvereine, Jugendgruppen und das Altenkaffee.

Am Eingangsbereich erinnert eine ebenfalls von dem Künstlerpaar gestaltete Bronzeplatte an den Widerstand der studentischen Gruppe um Sophie und Hans Scholl mit dem Namen ‚Weiße Rose“ gegen die nationalsozialistische Willkür.

Barbara Jäger OMI Riesterer Gemeinsame öffentliche Werke Weiße Rose Bronzeplatte Karlsruher Oberreut

Bronzeplatte „Weiße Rose“ Karlsruhe-Oberreut
Foto: Barbara Jäger

Öffentliche Werke Himmelsfenster

Fassadengestaltung des Wohn- und Geschäftshauses Binding Areal Karlsruhe

Himmelsfenster

Barbara Jäger OMI Riesterer Gemeinsame öffentliche Werke Himmelsfenster Fassadengestaltung Binding Areal Karlsruhe

Himmelsfenster, rote Geländer und sich nach oben schraubende blaue Stützen, Fassadengestaltung Binding Areal Karlsruhe
Foto: Thilo Mechau

Vier freistehenden Glasfenster stehen über den Treppenhäusern am Dachrand und betonen das innere Gefüge des Gebäudes, das mit mehreren Architekturpreisen (Architekt Prof. Dietrich Weigert) ausgezeichnet wurde.
Das Durchdringen von horizontalen Linien wie das obere rote Geländer, und von vertikalen Linien wie die sich nach oben schraubenden roten und blauen Säulen erfährt einen oberen Abschuss mit den Himmelsfenstern, der das Gebäude mit dem Himmel verbindet.
Rosa und blaue Wolkenstrukturen verweben die Farbgestaltung der Fassade aquarellhaft in den Himmelsfenstern. Durch die Himmelsfenster fällt farbiges Licht in den Straßenraum. Dadurch erhält die Mathystrasse eine besondere Atmosphäre.

Barbara Jäger OMI Riesterer Gemeinsame öffentliche Werke Himmelsfenster Fassadengestaltung Binding Areal Karlsruhe

Himmelsfenster aus echt Antikgläsern Binding Areal Karlsruhe
Foto: Thilo Mechau

Künstlerische Leistungen Binding Areal Karlsruhe
Fassadengestaltung (Geländerfarbe und Spiralbemalung der Säulen)
Himmelsfenster

Konstruktion Himmelsfenster
Sandwichbauweise, zwischen zwei Sicherheitsglasscheiben geklebte echt Antikgläser

Ausführende Firma
Karlsruher Glaskunst Herbold

Architekt
Prof. Dietrich Weigert

Zeitraum
1983 – 1986

Öffentliche Werke Karlsruher Tor

Aktion zum 275. Stadtjubiläum

Karlsruher Tor-Tour

Barbara Jäger OMI Riesterer Gemeinsame öffentliche Werke Karlsruher Tor Mühlburger Tor

Mühlburger Tor
Fotos: Thilo Mechau

Barbara Jäger OMI Riesterer Gemeinsame öffentliche Werke Karlsruher Tor Linkenheimer Tor

Linkenheimer Tor

Barbara Jäger OMI Riesterer Gemeinsame öffentliche Werke Karlsruher Tor Karlstor

Karlstor

Barbara Jäger OMI Riesterer Gemeinsame öffentliche Werke Karlsruher Tor Rüppurrer Tor

Rüppurrer Tor

Barbara Jäger OMI Riesterer Gemeinsame öffentliche Werke Karlsruher Tor Durlacher Tor

Durlacher Tor

Die Großplastik „Karlsruher Tor“ war unser Beitrag zum 275ten Stadtjubiläum von Karlsruhe. Es entstand auf eigene Initiative und eigener Finanzierung der Künstler und symbolisiert die sechs nicht mehr vorhandenen Karlsruher Stadttore aus dem 18.Jh., Mühlburger Tor, Karlstor, Ettlinger Tor, Rüppurrer Tor, Linkenheimer Tor, Durlacher Tor.
Bei einer Kunstaktion der „Tor-Tour“ wurde es auf einen Hänger gestellt und an die historischen Orte der Stadttore gefahren. Weitere Situationen wie: die Via Triumphalis mit dem Marktplatz, der Pyramide, der evang. Stadtkirche und dem Karlsruher Schloss wurden durch unser Tor fotografiert und so dokumentiert. (Fotos: Thilo Mechau, Video: Ralf J. Diemb)

Zum Stadtjubiläum wurde das Tor als Mühlburger Tor aufgestellt und von unten beleuchtet. Es stand zwei Jahre. 1997 stand es in der Turnfestmeile beim Badischen Landesturnfest auf dem Festplatz in Karlsruhe.

Material
Emaillemalerei auf Stahlplatten, montiert auf Stahlgerüst

Größe
377 x 250 x 50 cm

Zeitraum
1989

Barbara Jäger OMI Riesterer Gemeinsame öffentliche Werke Karlsruher Tor Marktplatz

„Karlsruher Tor“ auf dem Marktplatz
Foto: Thilo Mechau

Barbara Jäger OMI Riesterer Gemeinsame öffentliche Werke Karlsruher Tor Marktplatz

„Karlsruher Tor“ vor der Pyramide
Foto: Thilo Mechau

Öffentliche Werke Musikwalzen

Musikwalzen Karlsruhe / Waldkirch

Die Gedanken
sind frei

Barbara Jäger OMI Riesterer Gemeinsame öffentliche Werke Musikwalzen Oststadt Kreisel

Musikwalzen vor der Musikhochschule Schloß Gottesaue auf dem Oststadtkreisel Ludwig-Erhardt-Allee Karlsruhe
Foto: Michael Kauffmann

Die beiden Walzen aus finnischem Granit, jede über 50 Tonnen schwer, dienten ursprünglich dem Glätten von Papier. Durch die Anordnung von Edelstahlstiften wurden die Papierwalzen aus der industriellen Produktion zu „Musikwalzen“. Die Stifte wurden so gesetzt, dass auf ihnen Lieder gespielt werden könnten. So ist auf der unteren Walze das weltbekannte Lied „La Paloma“ programmiert, auf der oben liegenden Walze das Lied „Die Gedanken sind frei“. Diese künstlerische Idee des Karlsruher Künstlerpaares OMI Riesterer und Barbara Jäger ging im Jahr 2008 bei einem Skulpturenwettbewerb der Stadt Karlsruhe als Sieger hervor. Die Musikwalzen liegen jetzt als Stadtzeichen in Waldkirch.

Barbara Jäger OMI Riesterer Gemeinsame öffentliche Werke Musikwalzen Oststadt Kreisel Karlsruher

Jede der Walzen wiegt über 50 Tonnen
Foto: Barbara Jäger

Barbara Jäger OMI Riesterer Gemeinsame öffentliche Werke Musikwalzen Oststadt Kreisel Karlsruher

Die Musikwalzen auf dem Oststadtkreisel Ludwig-Erhardt-Allee / Musikhochschule Schloß Gottesaue in Karlsruhe, Januar 2009

Foto: Barbara Jäger

Wegen einer neuen Straßenbahnlinie mussten die Musikwalzen 2011 von ihrem ursprünglichen Standort Karlsruhe nach Waldkirch verlegt werden.

Video: Peter Guhl

Barbara Jäger OMI Riesterer Gemeinsame öffentliche Werke Musikwalzen Waldkirch

Die Stifte auf dem finnischen Granit
Foto: Barbara Jäger

Barbara Jäger OMI Riesterer Gemeinsame öffentliche Werke Musikwalzen Orgelstadt Waldkirch

Seit 2011 befinden sich die Musikwalzen am Ortseingang der Orgelstadt Waldkirch
Foto: Barbara Jäger

Öffentliche Werke Waldenser Denkmal

Öffentliche Werke Denkmal

Waldenser Denkmal in Karlsruhe-Palmbach

Tor des Ankommens

Barbara Jäger OMI Riesterer Gemeinsame öffentliche Werke Waldenser Denkmal Karlsruhe Palmbach

Waldenser Denkmal Karlsruhe Palmbach aus rotem Beton
Foto: Barbara Jäger

Barbara Jäger OMI Riesterer Gemeinsame öffentliche Werke Waldenser Denkmal Karlsruhe Palmbach

„Das Licht leuchtet in der Finsternis“ heißt es auf dem Wappen der Waldenser.
Foto: Barbara Jäger

Die Waldenser, eine protestantische Kirche, wurden Ende des 17. Jh aus ihren Rückzugsgebieten in den Westalpen und im Piemont vertrieben und fanden in Südwestdeutschland und Hessen eine neue Heimat.

Ein sich verheißungsvoll öffnendes Tor ist Zeichen für die aus Glaubensgründen vertriebenen Menschen in ihrer neuen Heimat Palmbach. Die Symbolzahl Sieben findet sich im Waldenserwappen mit den sieben Sternen und den Strahlen. Die Schrift im Waldenser Wappen „Lux lucet in tenebris“ zu Deutsch: „Das Licht leuchtet in der Finsternis“ wird im Tor durch die Beleuchtung umgesetzt. Die Tür des Denkmals ist gestaltet mit den drei Strahlen aus Plexiglas (Wirklichkeit Gottes) in den vier Betonblöcken (Wirklichkeit der sichtbaren Schöpfung). Das Plexiglas leuchtet nach allen Seiten. Nachts ist es mit der Straßenbeleuchtung gekoppelt.

 

Waldenser Denkmal Karlsruhe-Palmbach
1. Preis Eingeladener Wettbewerb der Stadt Karlsruhe

Material
Beton, Plexiglas, LED-Beleuchtung

Größe
300 x 210 x 90 cm

Zeitraum
2015

Barbara Jäger OMI Riesterer Gemeinsame öffentliche Werke Waldenser Denkmal Karlsruhe Palmbach Frank Mentrup

Einweihung des Waldenser Denkmals in Karlsruhe-Palmbach am 15. September 2015.
v.l.n.r.: Oberbürgermeister Frank Mentrup, Ortsvorsteher Rainer Frank, OMI Riesterer, Barbara Jäger, Roland Jourdan

Foto: Thilo Mechau

Öffentliche Werke Rote Linie

Skulpturenausstellung Allensbach 2017

Die rote Linie

Barbara Jäger OMI Riesterer Gemeinsame öffentliche Werke Die rote Linie Skulpturen Ausstellung Allensbach

„Die rote Linie“, Skulpturenausstellung Allensbach 2017
Foto: Barbara Jäger

Mit Eleganz und Leichtigkeit schwingt sich die rote Linie scheinbar schwerelos wie fliegende Gedanken und Träume auf dem Skulpturenpark. In organischer Spannung entsteht Volumen. Die Linie schwingt sich durch die Luft, stellt räumliche Beziehungen her. Sie wirkt wie ein Bilderrahmen für die plastischen Kunstwerke im Park der Seegärten von Allensbach am Bodensee. Sie führt das Auge dynamisch von Kunstwerk zu Kunstwerk über Wege, Bäume und Bänke. Die Linie führt durch Bäume und geht scheinbar unter Wegen hindurch.
Die Linie taucht auf und verschwindet wieder.

Der künstlerische Prozess des Aufstellens aus zusammengeschraubten Holzlatten wurde als Kunstaktion an einem Wochenende durchgeführt. In den Tagen zuvor wurden etwa 200 Meter frisch gesägte Dachlatten rot angestrichen und beim Aufbau an Erdnägel angeschraubt.

 

Barbara Jäger OMI Riesterer Gemeinsame öffentliche Werke Die rote Linie Skulpturen Ausstellung Allensbach
Barbara Jäger OMI Riesterer Gemeinsame öffentliche Werke Die rote Linie Skulpturen Ausstellung Allensbach
Barbara Jäger OMI Riesterer Gemeinsame öffentliche Werke Die rote Linie Skulpturen Ausstellung Allensbach

„Die rote Linie“, Skulpturenausstellung Allensbach 2017
Fotos: Barbara Jäger